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Unsere Geschichte

Die Gründung der Verbindung

Eine Gruppe engagierter Schüler des Landstraßer Gymnasiums (Kundmanngasse) gründete im November 1919 eine katholische Mittelschulverbindung namens Frankonia, bei der auch Hochschüler beitreten sollten. Da dies die Vereinsbehörde untersagte, legte man sich auf eine Hochschulverbindung fest. Als solche wurde die Frankonia am 19. Juni 1920 behördlich genehmigt. Aus verschiedenen internen Überlegungen wurde jedoch am 8. Mai 1921 neuerlich eine Hochschulverbindung mit dem Namen Bajuvaria und den Farben blau–rot–gold gegründet, während die Frankonia eine Mittelschulverbindung wurde und 1933 dem MKV beitrat. Als eigentlicher Gründungstag der Bajuvaria wurde in der Folge der 19. Juni 1920 festgelegt. Ende 1923/Anfang 1924 erhielt die Bajuvaria unter nicht leichten Umständen das Recht, auf der Universität Wien in Farben aufzutreten.

 

Die dunklen Jahre des Nationalsozialismus

Im Jahr 1929 erfolgte die Aufnahme der Verbindung in den CV. Aufgrund der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland und der daraus resultierenden politischen Verhältnisse lösten sich im Juli 1933 die österreichischen Verbindungen vom CV und gründeten den Österreichischen Cartellverband (ÖCV). Dieser war aktiv an der Abwehr des Nationalsozialismus und im Kampf um die Unabhängigkeit Österreichs beteiligt. Nach dem Anschluß am 11. März 1938 wurden deswegen viele CVer, darunter auch Bajuvaren, verhaftet. Der ÖCV, und somit auch die Bajuvaria, wurden verboten. Viele CVer beteiligten sich dann im Widerstand gegen den Nationalsozialismus, so u. a. auch der Bajuvare Max Gererstorfer, der später eine eigene Widerstandsgruppe leitete und am 6. April 1945 bei den Kämpfen im Osten Wiens umkam, als er Kontakt zur sowjetischen Armee aufnehmen wollte.

 

Die Reaktivierung der Verbindung nach Kriegsende

Nach dem Ende der nationalsozialistischen Unterdrückung und der Befreiung Wiens sammelte sich bereits im April 1945 eine kleine Schar Bajuvaren mit der Absicht, die Verbindung zu reaktivieren. Schon im Herbst 1945 konnte ein improvisierter Verbindungsbetrieb aufgenommen werden. Sogar die Prunkfahne überlebte die Kriegswirren. Ab 1946 gehören Stiftungsfest und Weihnachtskommers wieder zu den Fixpunkten des Verbindungslebens.

 

Bekenntnis zur Republik Österreich

Handfest stellten Bajuvaren im Herbst 1950 ihr Engagement für ein freies demokratisches Österreich unter Beweis. Sie trugen durch die Beteiligung bei Barrikadenräumaktionen zur Abwehr des Putschversuches der österreichischen Kommunisten bei. Am 14. Mai, dem Vorabend der Staatsvertragsunterzeichnung, verlieh Bajuvaria im Rahmen des Kommerses zum 35. Stiftungsfest Bundeskanzler Julius Raab, Nc, das Ehrenband. In Anwesenheit des Außenministers Leopold Figl, Nc, demonstrierte die Verbindung auf dieser Festveranstaltung ihr unerschütterliches Bekenntnis zu Österreich.

Diese Eckpfeiler der Geschichte Bajuvariae prägen unser Handeln und unsere Werthaltung bis heute.